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Samstag, 16. Februar 2008
V.I.P.s
Das Wort für den letzten Monat. Dieses Mal von einem Mann.
liza iii., 01:11h
PATCNN musste mich aufgrund einer verlorenen Wette letzten Monat zum Abendessen ins Lasalle einladen.
Da sagte er so ganz schalkig, irgendwann während dem Essen: "Auf mich stehen sogar Lesben." Und grinste dabei.
Tatsächlich bekam er an diesem Abend von einer Lesbe den Schmus...
Da sagte er so ganz schalkig, irgendwann während dem Essen: "Auf mich stehen sogar Lesben." Und grinste dabei.
Tatsächlich bekam er an diesem Abend von einer Lesbe den Schmus...
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Donnerstag, 14. Februar 2008
the life of a princess
Nightlife in Dubai
liza iii., 19:17h
Eigentlich wollten PATCNN und ich so richtig clubben in Dubai. Tja, das ist gar nicht so einfach, da es dort Clubs eben NICHT wie Sand am Meer gibt.
Der DJ aus Dubai, den wir einige Wochen davor in Zürich kennenlernten hatten, nahm sein Handy während dieser Tage nicht ab und wir mussten uns durchfragen.
Da gibt’s das 360 Degree, ist aber eher ne Bar als ein Club, was uns deshalb nicht angezogen hat. Auch das Mixed im Grand Hyatt wurde uns empfohlen, aber es sei nicht wirklich gut besucht. Am Ende landeten wir in einer Discothek namens Zinc. Obwohl in Dubai ja alles glänzt und auch tatsächlich aus Gold ist, überzeugte dieser Club gar nicht. Keine spezielle Innenarchitektur, wie man es sich sonst in Dubai gewohnt ist. Es wirkte nichts luxuriös, ausser die Preise unserer Drinks. Der Eintritt war umgerechnet Frs. 20 .—(wie hier in Zürich) und mein Glas Champagner kostete ca. Frs. 50.— Tja, wenn der Scheich nicht will, dass die Leute soviel Alkohol konsumieren, bestimmt er halt diese überhöhten Alk-Preise.
Sound- und peoplemässig: Uralter House mit 80iger Jahre-Verschnitt. Da kommt keine echte Stimmung auf. Viele Prostituierte, was an sich nicht weiter auffällt, da diese netten russischen Girls in jeder Bar anzutreffen sind. Party können sie echt machen, aber halt eben für den potenziellen Klienten, wozu wir nicht gehörten. Die Mehrheit des Publikums sind Residentals. Also nicht Golfer. Wir haben ultra schnell irgendwelche Leute aus Australien, Österreich und Irland kennengelernt, aber so richtige Clubber gibt’s dort nicht.
Kein Wunder: Alle Lokale müssen um 3 Uhr in der Nacht schliessen! Der Scheich will es so.
Das erstaunt auch weniger, weil der ja eh nicht in normale Clubs geht, sondern sich Etiundpleti an DJs in sein Badezimmer bestellt, wenn ihm danach ist. Auch nach 3 Uhr.
Hier ein Filmchen aus dem Zinc, das ich auf dem Netz gefunden habe:
Übrigens, wer nach Dubai fürs Nightlife reisen möchte: Dort ist Wochenende am Freitag und Samstag. Donnerstag ist der Höhepunkt an Angeboten.

Dubai ist grundsätzlich ganz rollstuhlgängig, da man sich als Tourist eh bloss in Hotels (bloss die dürfen Alkohol ausschenken) und Malls bewegt. ÖV benutzt man nicht, sondern bloss Taxis oder eigene Drivers.
Das Zinc ist über ein Labyrinth an Korridoren auch für Rollstuhlfahrer erreichbar, hat aber innerhalb des Clubs jeweils kleine Stufen quasi von Eingangs- zu Bar- zu Dancefloor-Ebene. Die Securities sind äusserst hilfsbereit und sehen ausserdem blendend aus: Super chique, total gepumpte Afrikaner, mindestens 1.90 gross und mindestens doppelt oder dreifach so breit wie ich. Die gehen alle wie Panther!
Der DJ aus Dubai, den wir einige Wochen davor in Zürich kennenlernten hatten, nahm sein Handy während dieser Tage nicht ab und wir mussten uns durchfragen.
Da gibt’s das 360 Degree, ist aber eher ne Bar als ein Club, was uns deshalb nicht angezogen hat. Auch das Mixed im Grand Hyatt wurde uns empfohlen, aber es sei nicht wirklich gut besucht. Am Ende landeten wir in einer Discothek namens Zinc. Obwohl in Dubai ja alles glänzt und auch tatsächlich aus Gold ist, überzeugte dieser Club gar nicht. Keine spezielle Innenarchitektur, wie man es sich sonst in Dubai gewohnt ist. Es wirkte nichts luxuriös, ausser die Preise unserer Drinks. Der Eintritt war umgerechnet Frs. 20 .—(wie hier in Zürich) und mein Glas Champagner kostete ca. Frs. 50.— Tja, wenn der Scheich nicht will, dass die Leute soviel Alkohol konsumieren, bestimmt er halt diese überhöhten Alk-Preise.
Sound- und peoplemässig: Uralter House mit 80iger Jahre-Verschnitt. Da kommt keine echte Stimmung auf. Viele Prostituierte, was an sich nicht weiter auffällt, da diese netten russischen Girls in jeder Bar anzutreffen sind. Party können sie echt machen, aber halt eben für den potenziellen Klienten, wozu wir nicht gehörten. Die Mehrheit des Publikums sind Residentals. Also nicht Golfer. Wir haben ultra schnell irgendwelche Leute aus Australien, Österreich und Irland kennengelernt, aber so richtige Clubber gibt’s dort nicht.
Kein Wunder: Alle Lokale müssen um 3 Uhr in der Nacht schliessen! Der Scheich will es so.
Das erstaunt auch weniger, weil der ja eh nicht in normale Clubs geht, sondern sich Etiundpleti an DJs in sein Badezimmer bestellt, wenn ihm danach ist. Auch nach 3 Uhr.
Hier ein Filmchen aus dem Zinc, das ich auf dem Netz gefunden habe:
Übrigens, wer nach Dubai fürs Nightlife reisen möchte: Dort ist Wochenende am Freitag und Samstag. Donnerstag ist der Höhepunkt an Angeboten.
Dubai ist grundsätzlich ganz rollstuhlgängig, da man sich als Tourist eh bloss in Hotels (bloss die dürfen Alkohol ausschenken) und Malls bewegt. ÖV benutzt man nicht, sondern bloss Taxis oder eigene Drivers.
Das Zinc ist über ein Labyrinth an Korridoren auch für Rollstuhlfahrer erreichbar, hat aber innerhalb des Clubs jeweils kleine Stufen quasi von Eingangs- zu Bar- zu Dancefloor-Ebene. Die Securities sind äusserst hilfsbereit und sehen ausserdem blendend aus: Super chique, total gepumpte Afrikaner, mindestens 1.90 gross und mindestens doppelt oder dreifach so breit wie ich. Die gehen alle wie Panther!
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Donnerstag, 14. Februar 2008
Djingolesia
Die Prinzessin ist wieder in Djingolesien!
liza iii., 00:32h
Nach ihrer mehrwöchigen Abwesenheit ist Ihre Hoheit Prinzessin Liza III. wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.
Erst war sie durch Forschungsarbeiten abkömmlich und danach 3 Tage in Dubai (Verreinigte Arabische Emirate)

und darauf 4 Tage in Amman (Jordanien).

Genauere Abenteuererzählungen folgen in Kürze. (Koffer müssen erst ausgepackt werden).
Erst war sie durch Forschungsarbeiten abkömmlich und danach 3 Tage in Dubai (Verreinigte Arabische Emirate)

und darauf 4 Tage in Amman (Jordanien).

Genauere Abenteuererzählungen folgen in Kürze. (Koffer müssen erst ausgepackt werden).
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Freitag, 11. Januar 2008
Djingolesische Bibliothek
Die Prinzessin tut was für die Uni!
liza iii., 02:00h
Jetzt nutze ich dieses Blog ausnahmsweise als eigene Lern-Motivation und mein Gewissen. Ich schreibe meine letzte (!!!) Seminararbeit in Geschichte. Habe mir als Deadend den 31.1.08 gesetzt. Meinen Fortschritt werde ich dann jeweils bloggen. Dabei bitte ich um Unterstützung, die motiviert! Also keine faulen Sprüche bitte, die werden gleich gelöscht! :)
Da habe ich vor längerer Zeit im Staatsarchiv per Zufall eine bestimmte Akte aus dem Jahr 1914/15 gefunden, die noch kein Mensch vorher bearbeitet hat. Als erstes fällt mir ein handgeschriebener Brief eines Arnold Wyss an die Polizei- und Justizdirektion des Kantons Zürich in die Hände:


(Dort darf man nichts kopieren, also musste ich die ganze Akte fotographieren und dies ohne Blitz, weil es ja dem Dokument schaden könnte…)
Transkription:
Archivalie: Handschriftlicher Brief
Bild: Polizeiakten StAZ 054, 055
Datierung: 7. März 1914
[Seite 1]
Oerlikon, den 7. III. 14.
[Stempel] Justiz- u. Polizeidirektion Zürich, No. 1881, Erledigung: 7. Mrz. 1914
An die Kantonale Polizei- und Justizdirection des Kantons Zürich in Zürich
[später darüber geschrieben] 1
3717
Unter höflicher Bezugnahme auf meine persönliche Vorstellung bei Herrn Reg. Rat. Mousson und gestützt auf beigefaltetes ärztliches Attest des Spezial-Arztes Herrn Dr. Frank in Zürich richte ich an Sie hiermit, das Ihnen vielleicht verwunderlich oder sogar überspannt erscheinende Gesuch, mir die Bewilligung erteilen zu wollen, als Weib zu leben, weibliche Kleidung zu tragen
[Seite 2 und 3 (Doppelseite)]
und weiblichen Beschäftigung nachgehen zu dürfen, und in aller und jeder Hinsicht vor der Welt als Weib gelten zu dürfen, da meine Gefühlsempfindungen total weiblich sind und ich mich in Männerkleidung namenlos unglücklich fühle.
Die Erlangung dieser vorzitierten Erlaubnis ist für mich eine Lebensfrage.
Ich hoffe daher, dass Sie, als die oberste kantonale Behörde, die in derartigen Angelegenheiten competent [?] ist, hier dieser hochrichtigen Lebenswunsch nicht abschlägig beantworten werde.
Es bestehen nun allerdings keine Gesetze, die einem Manne das Tragen von Frauenkleidern
verbieten. Aber dessen ungeachtet, wende ich mich deswegen an die zuständige Behörde, um nach allen Richtungen gedeckt zu sein und nicht Gefahr laufen zu müssen wegen Unfug bestraft zu werden.
Zudem ich auf Ihre Discretion rechne, hoffe ich, dass meinem Gesuche entsprochen werde und in dieser Erwartung zeichne
Hochachtungsvoll
Arnold Wyss,
Baumackerstrasse 63,
Oerlikon,
ab 1. April Aemtlerstr. 48
Zürich II.
Inhaltliche Zusammenfassung der gesamten Akte:
Arnold Wyss aus Zürich trägt Frauenkleider. Wenn er in Männerkleidern angezogen ist, ist er depressiv und lethargisch. Weil er aber nicht wegen „Unfug“ gebüsst werden möchte, schreibt er am 7. März 1914 an die Zürcher Justiz- und Polizeidirektion und bittet um eine Bewilligung zum Tragen von Frauenkleidern. Die Behörde veranlasst einen Psychiater, ein Gutachten über die „Anomalie“ von Arnold Wyss zu erstellen, auf dessen Grundlage sie zu einer Entscheidung gelangt. Gleichzeitig wird die Polizei auf das Verhalten von Arnold Wyss von einem gewissen Bertrand aufmerksam gemacht, insofern die Polizei dieses Tragen von Frauenkleidern doch nicht tolerieren könne. Laut dem psychiatrischen Gutachten stellt Arnold Wyss keine Gefahr für andere dar, wenn er Frauenkleider trägt, und aufgrund dieses Befundes erteilt die Justiz- und Polizeidirektion des Kantons Zürich ihm am 30. Juni 1914 die geforderte Bewilligung, allerdings mit der Einschränkung, dass Arnold Wyss kein öffentliches Aufsehen erregen darf. Betreffend einer späteren Anhörung zu einem anderen Rechtsfall vor dem Audienzrichter des Zürcher Bezirkgerichts wird ihm aber in einem Schreiben vom 17. November 1915 untersagt, bei weiteren Anhörungen Frauenkleider zu tragen, da es möglich wäre, an einer amtlichen Anhörung öffentliches Aufsehen zu erregen.
Folgende Fragen will ich in meiner Arbeit beantworten:
1. Was bedeutet „Transvestitismus“ und wie begründete sich dieser Begriff im historischen Kontext?
2. Warum stellt Arnold Wyss ein Bewilligungsgesuch zum Tragen von Frauenkleidern an die Justiz- und Polizeidirektion des Kantons Zürich, obwohl das Tragen von Kleidern des anderen Geschlechts nicht verboten ist?
3. Worauf stützt sich die Bewilligungserteilung argumentatorisch?
4. Wie wurde mit dem Phänomen „Transvestitismus“ am Beispiel des Arnold Wyss anfangs des letzten Jahrhunderts in Zürich umgegangen?
Forschungsstand:
Zum Thema „Transvestismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Zürich“ ist keine konkrete Literatur zu finden. Im Gegensatz zu „Transvestismus“ ist „Transsexualität“ im Allgemeinen dagegen oft Untersuchungsgegenstand. Da sich diese Arbeit jedoch auf eine Zeit vor der operativen Geschlechtsumwandlung fokussiert und „bloss“ Cross-Dressing als Gegenstand behandeln will, ist besonders die Monographie „Schnittmuster des Geschlechts: Transvestitismus und Transsexualität in der frühen Sexualwissenschaft” von Rainer Herrn hervorzuheben. Darin wird die Arbeit des Sexualforschers Magnus Hirschfeld zum Thema Transvestismus um die Jahrhundertwende untersucht. Auch wenn sich das Tätigkeitsfeld von Hirschfeld hauptsächlich auf Deutschland bezieht, so ist diese Monographie dennoch interessant, da der in der Quelle beschriebene Arnold Wyss um 1910 von Hirschfelds Arbeit erfährt und direkt mit ihm in Kontakt tritt.
Literatur:
Bächli, Karin. Zusammenfassung: Öffentlicher Raum und Geschlecht – Wie Wirklichkeit produziert wird: Eine diskursanalytische Untersuchung. (Diplomarbeit am Geographischen Institut der Universität Zürich). 2006. (online).
Benjamin, Harry. Transsexualism and Transvestism as Psycho-Somatic and Somato-Psychic Syndromes, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 45 – 52.
Blattmann, Lynn. „Geschlechterrollen: Die Schweizer Hausfrau“ (5. April 2005), in: Historisches Lexikon der Schweiz. (Elektronische Publikation HLS).
Bullough, Vern L. / Bullough Bonnie. Cross Dressing, Sex, and Gender. Philadelphia 1993.
Cauldwell, David O. Psychopathia Transexualis, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 40 – 44.
Dekker, Rudolf M. / Van de Pol, Lotte C. The Tradition of Female Transvestism in Early Modern Europe. Rotterdam 1989.
Gilbert, Michael A. „Miqqi Alicia“. A Sometime Woman: Gender Choice and Cross-Socialization, in: Unseen Genders: Beyond the Binaries. Haynes, Felicity / McKeena Tarquam (Hg.). New York 2001. S. 41 – 50.
Haynes, Felicity / McKeena Tarquam (Hg.). Unseen Genders: Beyond the Binaries. New York 2001.
Heinritz, Günter / Bührlen, Ulrike / David, Benjamin (Hg.). Die Wiederentdeckung des öffentlichen Raumes in der europäischen Stadt. (G – Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft München, Sonderpublikation). München 2006.
Herrn, Rainer. Schnittmuster des Geschlechts: Transvestitismus und Transsexualität in der frühen Sexualwissenschaft. (Beiträge zur Sexualforschung, Bd. 85). 2005 Giessen.
Hirschfeld, Magnus. (Selections from) The Transvestites: The Erotic Drive to Cross-Dress, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 28 – 37.
Hulverscheidt, Marion. Rezension: Rainer Herrn: Schnittmuster des Geschlechts, in: Sehepunkte 6 (2006), Nr. 3 (15. März 2006).
Huning, Sandra. Politisches Handeln in öffentlichen Räumen. (Edition Stadt und Region; Bd. 14). Berlin 2006.
Institut für Sexualwissenschaft (1919-1933). Eine Online-Ausstellung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Berlin. (online).
Joris, Elisabeth. „Hausarbeit: Hausarbeit als weiblicher Tätigkeitsbereich“ (11. Februar 2005), in: Historisches Lexikon der Schweiz. (Elektronische Publikation HLS).
Klamt, Martin. Raum und Norm: Zum Verhalten und seiner Regulierung in verschiedenen öffentlichen Räumen, in: Öffentliche Räume – öffentliche Träume: Zur Kontroverse über die Stadt und die Gesellschaft. Wiegandt, Claus-C. (Hg.). (Schriften des Arbeitskreises Stadtzukünfte der Deutschen Gesellschaft für Geographie, Bd. 2). Berlin 2006. S. 29 – 45.
Klamt, Martin. Tolerant und Unerkannt? Oder kontrolliert und durchnormiert?: Verhalten, Funktionen, Atmosphären im öffentlichen Raum, in: Die Wiederentdeckung des öffentlichen Raumes in der europäischen Stadt. Heinritz, Günter / Bührlen, Ulrike / David, Benjamin (Hg.). (G – Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft München, Sonderpublikation). München 2006. S. 48 – 59.
Köster, W. Politischer Raum, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPh). Ritter, Joachim / Gründer, Karlfried (Hg.). Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“. (13 Bd.). Basel 1992. Sp.122- 131, Bd. 8.
Mehta, Purnima. Transvestite Behavior in a Preschool Boy: Reflections on Analytic Treatment, in: Objects of Desire: The Sexual Deviations. Socarides, Charles W. / Freedman, Abraham u.a. (Hg.). Madison 2002. S. 287 – 304.
Monro, Surya. Gender Love and Gender Freedom, in: Unseen Genders: Beyond the Binaries. Haynes, Felicity / McKeena Tarquam (Hg.). New York 2001. S. 157 – 165.
Ritter, Joachim / Gründer, Karlfried (Hg.). Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPh). Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“. (13 Bd.). Basel 1992.
Schmied, Stefan G. Die Kantonsregierung und ihre Mitglieder seit 1803: Regierunsmitglieder alphabetisch geordnet: „Heinrich Mousson“ (September 2002), in: Portal Kanton Zürich (online).
Senelick, Laurence. The Changing Room: Sex, Drag and Theatre. London, New York 2000.
Socarides, Charles W. Advances in the Psychoanalytic Theory and Therapy of Male Homosexuality, in: Objects of Desire: The Sexual Deviations. Socarides, Charles W. / Freedman, Abraham u.a. (Hg.). Madison 2002. S. 3 – 40.
Socarides, Charles W. / Freedman, Abraham u.a. (Hg.). Objects of Desire: The Sexual Deviations. Madison 2002.
Steidele, Angela. In Männerkleidern: Das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721. Köln, Weimar, Wien 2004.
Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). The Transgender Studies Reader. New York 2006.
Suthrell, Charlotte. Unzipping Gender: Ses, Cross-Dressing and Culture. Eicher, Joanne B. (Hg.). (Dress, Body, Culture). Oxford, New York 2004.
Von Krafft-Ebing, Richard. (Selections from) Psychopathia SExualis with Special Reference to Contrary Sexual Instinct: A Medico-Legal Study, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 21 – 27.
Walser, Erasmus. „Homosexualität: Homosexualität im Recht, Homosexualität in der Gesellschaft“ (20. Oktober 2005), in: Historisches Lexikon der Schweiz. (Elektronische Publikation HLS).
Wiegandt, Claus-C. (Hg.). Öffentliche Räume – öffentliche Träume: Zur Kontroverse über die Stadt und die Gesellschaft. (Schriften des Arbeitskreises Stadtzukünfte der Deutschen Gesellschaft für Geographie, Bd. 2). Berlin 2006.
Wer hier irgendetwas kopiert, inhaltlich sowohl formal, und es verwendet ohne mich dabei zu zitieren, macht sich des Plagiates schuldig!!!
Da habe ich vor längerer Zeit im Staatsarchiv per Zufall eine bestimmte Akte aus dem Jahr 1914/15 gefunden, die noch kein Mensch vorher bearbeitet hat. Als erstes fällt mir ein handgeschriebener Brief eines Arnold Wyss an die Polizei- und Justizdirektion des Kantons Zürich in die Hände:


(Dort darf man nichts kopieren, also musste ich die ganze Akte fotographieren und dies ohne Blitz, weil es ja dem Dokument schaden könnte…)
Transkription:
Archivalie: Handschriftlicher Brief
Bild: Polizeiakten StAZ 054, 055
Datierung: 7. März 1914
[Seite 1]
Oerlikon, den 7. III. 14.
[Stempel] Justiz- u. Polizeidirektion Zürich, No. 1881, Erledigung: 7. Mrz. 1914
An die Kantonale Polizei- und Justizdirection des Kantons Zürich in Zürich
[später darüber geschrieben] 1
3717
Unter höflicher Bezugnahme auf meine persönliche Vorstellung bei Herrn Reg. Rat. Mousson und gestützt auf beigefaltetes ärztliches Attest des Spezial-Arztes Herrn Dr. Frank in Zürich richte ich an Sie hiermit, das Ihnen vielleicht verwunderlich oder sogar überspannt erscheinende Gesuch, mir die Bewilligung erteilen zu wollen, als Weib zu leben, weibliche Kleidung zu tragen
[Seite 2 und 3 (Doppelseite)]
und weiblichen Beschäftigung nachgehen zu dürfen, und in aller und jeder Hinsicht vor der Welt als Weib gelten zu dürfen, da meine Gefühlsempfindungen total weiblich sind und ich mich in Männerkleidung namenlos unglücklich fühle.
Die Erlangung dieser vorzitierten Erlaubnis ist für mich eine Lebensfrage.
Ich hoffe daher, dass Sie, als die oberste kantonale Behörde, die in derartigen Angelegenheiten competent [?] ist, hier dieser hochrichtigen Lebenswunsch nicht abschlägig beantworten werde.
Es bestehen nun allerdings keine Gesetze, die einem Manne das Tragen von Frauenkleidern
verbieten. Aber dessen ungeachtet, wende ich mich deswegen an die zuständige Behörde, um nach allen Richtungen gedeckt zu sein und nicht Gefahr laufen zu müssen wegen Unfug bestraft zu werden.
Zudem ich auf Ihre Discretion rechne, hoffe ich, dass meinem Gesuche entsprochen werde und in dieser Erwartung zeichne
Hochachtungsvoll
Arnold Wyss,
Baumackerstrasse 63,
Oerlikon,
ab 1. April Aemtlerstr. 48
Zürich II.
Inhaltliche Zusammenfassung der gesamten Akte:
Arnold Wyss aus Zürich trägt Frauenkleider. Wenn er in Männerkleidern angezogen ist, ist er depressiv und lethargisch. Weil er aber nicht wegen „Unfug“ gebüsst werden möchte, schreibt er am 7. März 1914 an die Zürcher Justiz- und Polizeidirektion und bittet um eine Bewilligung zum Tragen von Frauenkleidern. Die Behörde veranlasst einen Psychiater, ein Gutachten über die „Anomalie“ von Arnold Wyss zu erstellen, auf dessen Grundlage sie zu einer Entscheidung gelangt. Gleichzeitig wird die Polizei auf das Verhalten von Arnold Wyss von einem gewissen Bertrand aufmerksam gemacht, insofern die Polizei dieses Tragen von Frauenkleidern doch nicht tolerieren könne. Laut dem psychiatrischen Gutachten stellt Arnold Wyss keine Gefahr für andere dar, wenn er Frauenkleider trägt, und aufgrund dieses Befundes erteilt die Justiz- und Polizeidirektion des Kantons Zürich ihm am 30. Juni 1914 die geforderte Bewilligung, allerdings mit der Einschränkung, dass Arnold Wyss kein öffentliches Aufsehen erregen darf. Betreffend einer späteren Anhörung zu einem anderen Rechtsfall vor dem Audienzrichter des Zürcher Bezirkgerichts wird ihm aber in einem Schreiben vom 17. November 1915 untersagt, bei weiteren Anhörungen Frauenkleider zu tragen, da es möglich wäre, an einer amtlichen Anhörung öffentliches Aufsehen zu erregen.
Folgende Fragen will ich in meiner Arbeit beantworten:
1. Was bedeutet „Transvestitismus“ und wie begründete sich dieser Begriff im historischen Kontext?
2. Warum stellt Arnold Wyss ein Bewilligungsgesuch zum Tragen von Frauenkleidern an die Justiz- und Polizeidirektion des Kantons Zürich, obwohl das Tragen von Kleidern des anderen Geschlechts nicht verboten ist?
3. Worauf stützt sich die Bewilligungserteilung argumentatorisch?
4. Wie wurde mit dem Phänomen „Transvestitismus“ am Beispiel des Arnold Wyss anfangs des letzten Jahrhunderts in Zürich umgegangen?
Forschungsstand:
Zum Thema „Transvestismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Zürich“ ist keine konkrete Literatur zu finden. Im Gegensatz zu „Transvestismus“ ist „Transsexualität“ im Allgemeinen dagegen oft Untersuchungsgegenstand. Da sich diese Arbeit jedoch auf eine Zeit vor der operativen Geschlechtsumwandlung fokussiert und „bloss“ Cross-Dressing als Gegenstand behandeln will, ist besonders die Monographie „Schnittmuster des Geschlechts: Transvestitismus und Transsexualität in der frühen Sexualwissenschaft” von Rainer Herrn hervorzuheben. Darin wird die Arbeit des Sexualforschers Magnus Hirschfeld zum Thema Transvestismus um die Jahrhundertwende untersucht. Auch wenn sich das Tätigkeitsfeld von Hirschfeld hauptsächlich auf Deutschland bezieht, so ist diese Monographie dennoch interessant, da der in der Quelle beschriebene Arnold Wyss um 1910 von Hirschfelds Arbeit erfährt und direkt mit ihm in Kontakt tritt.
Literatur:
Bächli, Karin. Zusammenfassung: Öffentlicher Raum und Geschlecht – Wie Wirklichkeit produziert wird: Eine diskursanalytische Untersuchung. (Diplomarbeit am Geographischen Institut der Universität Zürich). 2006. (online).
Benjamin, Harry. Transsexualism and Transvestism as Psycho-Somatic and Somato-Psychic Syndromes, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 45 – 52.
Blattmann, Lynn. „Geschlechterrollen: Die Schweizer Hausfrau“ (5. April 2005), in: Historisches Lexikon der Schweiz. (Elektronische Publikation HLS).
Bullough, Vern L. / Bullough Bonnie. Cross Dressing, Sex, and Gender. Philadelphia 1993.
Cauldwell, David O. Psychopathia Transexualis, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 40 – 44.
Dekker, Rudolf M. / Van de Pol, Lotte C. The Tradition of Female Transvestism in Early Modern Europe. Rotterdam 1989.
Gilbert, Michael A. „Miqqi Alicia“. A Sometime Woman: Gender Choice and Cross-Socialization, in: Unseen Genders: Beyond the Binaries. Haynes, Felicity / McKeena Tarquam (Hg.). New York 2001. S. 41 – 50.
Haynes, Felicity / McKeena Tarquam (Hg.). Unseen Genders: Beyond the Binaries. New York 2001.
Heinritz, Günter / Bührlen, Ulrike / David, Benjamin (Hg.). Die Wiederentdeckung des öffentlichen Raumes in der europäischen Stadt. (G – Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft München, Sonderpublikation). München 2006.
Herrn, Rainer. Schnittmuster des Geschlechts: Transvestitismus und Transsexualität in der frühen Sexualwissenschaft. (Beiträge zur Sexualforschung, Bd. 85). 2005 Giessen.
Hirschfeld, Magnus. (Selections from) The Transvestites: The Erotic Drive to Cross-Dress, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 28 – 37.
Hulverscheidt, Marion. Rezension: Rainer Herrn: Schnittmuster des Geschlechts, in: Sehepunkte 6 (2006), Nr. 3 (15. März 2006).
Huning, Sandra. Politisches Handeln in öffentlichen Räumen. (Edition Stadt und Region; Bd. 14). Berlin 2006.
Institut für Sexualwissenschaft (1919-1933). Eine Online-Ausstellung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Berlin. (online).
Joris, Elisabeth. „Hausarbeit: Hausarbeit als weiblicher Tätigkeitsbereich“ (11. Februar 2005), in: Historisches Lexikon der Schweiz. (Elektronische Publikation HLS).
Klamt, Martin. Raum und Norm: Zum Verhalten und seiner Regulierung in verschiedenen öffentlichen Räumen, in: Öffentliche Räume – öffentliche Träume: Zur Kontroverse über die Stadt und die Gesellschaft. Wiegandt, Claus-C. (Hg.). (Schriften des Arbeitskreises Stadtzukünfte der Deutschen Gesellschaft für Geographie, Bd. 2). Berlin 2006. S. 29 – 45.
Klamt, Martin. Tolerant und Unerkannt? Oder kontrolliert und durchnormiert?: Verhalten, Funktionen, Atmosphären im öffentlichen Raum, in: Die Wiederentdeckung des öffentlichen Raumes in der europäischen Stadt. Heinritz, Günter / Bührlen, Ulrike / David, Benjamin (Hg.). (G – Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft München, Sonderpublikation). München 2006. S. 48 – 59.
Köster, W. Politischer Raum, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPh). Ritter, Joachim / Gründer, Karlfried (Hg.). Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“. (13 Bd.). Basel 1992. Sp.122- 131, Bd. 8.
Mehta, Purnima. Transvestite Behavior in a Preschool Boy: Reflections on Analytic Treatment, in: Objects of Desire: The Sexual Deviations. Socarides, Charles W. / Freedman, Abraham u.a. (Hg.). Madison 2002. S. 287 – 304.
Monro, Surya. Gender Love and Gender Freedom, in: Unseen Genders: Beyond the Binaries. Haynes, Felicity / McKeena Tarquam (Hg.). New York 2001. S. 157 – 165.
Ritter, Joachim / Gründer, Karlfried (Hg.). Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPh). Völlig neubearbeitete Ausgabe des „Wörterbuchs der philosophischen Begriffe“. (13 Bd.). Basel 1992.
Schmied, Stefan G. Die Kantonsregierung und ihre Mitglieder seit 1803: Regierunsmitglieder alphabetisch geordnet: „Heinrich Mousson“ (September 2002), in: Portal Kanton Zürich (online).
Senelick, Laurence. The Changing Room: Sex, Drag and Theatre. London, New York 2000.
Socarides, Charles W. Advances in the Psychoanalytic Theory and Therapy of Male Homosexuality, in: Objects of Desire: The Sexual Deviations. Socarides, Charles W. / Freedman, Abraham u.a. (Hg.). Madison 2002. S. 3 – 40.
Socarides, Charles W. / Freedman, Abraham u.a. (Hg.). Objects of Desire: The Sexual Deviations. Madison 2002.
Steidele, Angela. In Männerkleidern: Das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721. Köln, Weimar, Wien 2004.
Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). The Transgender Studies Reader. New York 2006.
Suthrell, Charlotte. Unzipping Gender: Ses, Cross-Dressing and Culture. Eicher, Joanne B. (Hg.). (Dress, Body, Culture). Oxford, New York 2004.
Von Krafft-Ebing, Richard. (Selections from) Psychopathia SExualis with Special Reference to Contrary Sexual Instinct: A Medico-Legal Study, in: The Transgender Studies Reader. Stryker, Susan / Whittle, Stephen (Hg.). New York 2006. S. 21 – 27.
Walser, Erasmus. „Homosexualität: Homosexualität im Recht, Homosexualität in der Gesellschaft“ (20. Oktober 2005), in: Historisches Lexikon der Schweiz. (Elektronische Publikation HLS).
Wiegandt, Claus-C. (Hg.). Öffentliche Räume – öffentliche Träume: Zur Kontroverse über die Stadt und die Gesellschaft. (Schriften des Arbeitskreises Stadtzukünfte der Deutschen Gesellschaft für Geographie, Bd. 2). Berlin 2006.
Wer hier irgendetwas kopiert, inhaltlich sowohl formal, und es verwendet ohne mich dabei zu zitieren, macht sich des Plagiates schuldig!!!
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